dr. Adam Koczor
Pflanzenschutzberater
Viruserkrankungen bei Knoblauch
Die Erhöhung der Doktorarbeit konzentrierte sich auf die molekulare Analyse der in Knoblauch (Allium sativumvorkommenden Viren, insbesondere auf Arten der Gattungen Potyvirus, Carlavirus und Allexivirus In Ungarn wurde bisher nur wenig zu diesen Viren geforscht, obwohl sie den Ertrag erheblich beeinträchtigen können. Ziel meiner Forschung war die Identifizierung der in Ungarn vorkommenden Virusarten sowie die Untersuchung der Auswirkungen von Mischinfektionen.
Zunächst arbeitete ich mit Nukleinsäureextraktion und Reverse-Transkriptions-PCR (RT-PCR), mit denen ich erfolgreich mehrere Viren in verschiedenen Knoblauchproben nachweisen konnte. Unter den verwendeten Primer-Sets befanden sich sowohl eigene Entwicklungen als auch anhand der Fachliteratur optimierte Primer. Mit ihrer Hilfe konnte ich unter anderem das genetische Profil eines aus ungarischen Proben isolierten Leek yellow stripe virus (LYSV) charakterisieren. Dieses Isolat zeigte eine hohe genetische Ähnlichkeit mit asiatischen und europäischen LYSV-Isolaten aus globalen Datenbanken, was darauf hindeutet, dass sich das Virus auch über importiertes Pflanzmaterial verbreiten kann.
Bezüglich der Mischinfektionen identifizierte ich das gleichzeitige Vorkommen von Viren der Gattungen Potyvirus und Carlavirus die synergistisch den Gesundheitszustand der Pflanzen verschlechtern und den Ertrag um 20–30 % reduzieren können. Auf Grundlage der PCR- und Sequenzanalysen erwiesen sich die in ungarischen Proben nachgewiesenen Stämme des Shallot latent virus (SLV) und Garlic virus B (GarV-B) als besonders problematisch, da sie aktiv zur Entstehung von Mischinfektionen beitragen und so die Krankheitsintensität erhöhen.
Am Ende der Forschung führte ich phylogenetische Analysen durch, um die Beziehungen zwischen ungarischen Viren und internationalen Isolaten zu verstehen. Die auf den Stammbäumen beobachtete genetische Nähe deutet darauf hin, dass mehrere der untersuchten Viren aus asiatischen und europäischen kommerziellen Knoblauchplantagen stammen könnten. Dieses Ergebnis bestätigt die Annahme, dass Infektionen leicht über importiertes Pflanzmaterial eingeschleppt werden können, weshalb regelmäßige Viruskontrollen von inländischem Vermehrungsmaterial besonders wichtig sind.
Auf Grundlage meiner Ergebnisse schlug ich die Entwicklung eines umfassenden Pflanzenschutzprotokolls vor, das die Verwendung von virenfreiem Pflanzmaterial mit gezielten diagnostischen Methoden zur Erkennung von Mischinfektionen kombiniert. Ich bin überzeugt, dass meine Forschung zur Wettbewerbsfähigkeit des ungarischen Knoblauchanbaus und zur Verbesserung der Bekämpfung viraler Krankheiten beitragen kann.
Wenn Sie Gedanken zu diesem Thema haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.
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Beschreibung
Meine Doktorarbeit befasste sich mit der molekularen Analyse der Knoblauchviren (Allium sativum). In Ungarn haben sich bisher nur wenige Forscher mit diesen Viren beschäftigt.



