Studienreise: BioFach Nürnberg

Im Februar 2020 – kurz vor der Pandemie – war ich auf der BioFach in Nürnberg, der weltweit größten Fachmesse für Bio-Lebensmittel. Ich war wegen des Hagebutten- und Kräutermarkts dort: Ich suchte Käufer und Rohstoffabnehmer und habe mir die fertigen Produkte angesehen, um zu sehen, was aus Bio-Rohstoff im Regal wird.

Zu Bio gehört eine Marke

Was mir am meisten geblieben ist: Im Westen ist Bio nicht nur ein Logo in der Ecke der Verpackung. Die Marken bauen einen ganzen Auftritt darum – Herkunft, Verarbeitung, Zutatenliste – und zeigen damit, warum das Produkt mehr wert ist. Über einem Stand hieß es: „unsere beste Werbung ist unsere Zutatenliste“.

In Ungarn: im selben Regal

In Ungarn steht Bio meist im selben Regal wie konventionelle Ware, und sein Mehrwert wird nirgends gezeigt – weder auf der Verpackung noch in der Kommunikation. Die Kundschaft sieht den Preisunterschied, aber nicht, was sie dafür bekommt. Hier liegt der Rückstand des ungarischen Bio: nicht im Anbau, sondern im Verkauf.

Was sich mitnehmen lässt

  • Die Bio-Zertifizierung allein ist kein Verkaufsargument – du musst sagen, was sie bedeutet.
  • Westliche Käufer suchen Rohstoffe, über die sie die Geschichte ihrer eigenen Marke erzählen können: Herkunft und Rückverfolgbarkeit sind ebenfalls ein Wert.
  • Wenn du ein eigenes Produkt auf den Markt bringst, plane den Auftritt zusammen mit dem Anbau.

Du erzeugst Bio-Rohstoffe und überlegst, wo und wie du sie verkaufst? Auch darum geht es in meiner Beratung.

Beschreibung

Die weltgrößte Bio-Messe: wie viel Marke und Marketing im Ausland hinter Bio steckt.

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